ViERforES-II - Virtuelle und Erweiterte Realität für höchste Sicherheit und Zuverlässigkeit von Eingebetteten Systemen (Phase 2)
Beschreibung

ViERforES ist ein vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördertes Projekt, geplant und getragen von einem interdisziplinären und branchenübergreifenden Konsortium, bestehend aus der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, dem Fraunhofer Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung (IFF) Magdeburg, der Technischen Universität Kaiserslautern und dem Fraunhofer Institut für Experimentelles Software Engineering (IESE) Kaiserlautern.
Der größte Anteil der weltweit hergestellten Mikroprozessoren wird in eingebetteten Systemen - vom Haushaltsgerät bis zum Verkehrsflugzeug - verbaut. Viele Geräte, die wir täglich ganz selbstverständlich nutzen, gehören dieser Kategorie an. Eingebettete Systeme besitzen eine enorme technische und wirtschaftliche Bedeutung und sind niemals sogenannte "Stand-alone"-Systeme, sondern auf verschiedenen Ebenen vielfältig in Kommunikationsbeziehungen zu anderen Systemen, wie z. B. mechanischen, hydraulischen, pneumatischen, elektronischen oder der Informationstechnik eingebunden. Diese Systeme bestimmen in hohem Maße die Eigenschaften der Sicherheit, Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit und sind wettbewerbsbestimmend für die Branchen Fahrzeug-, Medizin-, Energie-, Produktions- und Materialflusstechnik, die im Vorhaben als Anwendungsbereiche (siehe Abb. 1) dienen. Ziel des Projektes ist die Erhöhung der Sicherheit und Zuverlässigkeit komplexer technischer Systeme durch Vernetzung von Methoden und Technologien mit diesen Anwendungsbereichen. Die zu entwickelnden Methoden und Technologien werden sowohl anwendungsspezifisch als auch anwendungsübergreifend auf diese Anwendungen zugeschnitten und evaluiert. Mit dieser Vernetzung wird das Ziel verfolgt, methodisches Wissen in die Anwendungsbereiche zu transferieren und auch auf andere Anwendung zu übertragen sowie Methoden zu verallgemeinern um damit ein Virtual Engineering und Software Engineering zu ermöglichen, welches den Anforderungen der Zukunft gerecht wird.
Im Arbeitspaket 6.4 des Teilprojekts "Vertrauenswürdige Systeme" (TP6) wird
die Zuverlässigkeit eingebetteter Systeme auf Modellebene mit Fokus
Security untersucht. Angestrebt wird die Erhöhung der Sicherheit
(Security) von eingebetteten Systemen gegen Bedrohungen durch Schadcode
auf den Erkenntnissen des Teilprojektes "Sichere Datenhaltung in
eingebetteten Systemen" (ViERforES Phase 1). Grundlage bildet hierbei
die Analyse der Security-Eigenschaften eingebetteter Systeme für die
Phasen der Prävention, der Detektion und des Wiederanlaufs. Aufbauend
auf den Eigenschaften von speziellen Trojanischen Pferden sollen
Schadcodeeigenschaften formalisiert und modelliert werden, um den
Einfluss von Schadcode und die Schadensausbreitung in vernetzten
eingebetteten Systemen beurteilen zu können. Mit Methoden des Virtual
Engineerings soll des Weiteren die Bedrohungs- und Risikolage und der
Einfluss von ausgewählten Securityvorfällen auf Safetyaspekte
eingebetteter Systeme für zwei ausgewählte, exemplarische
Anwendungsbereiche (Logistik, Robotertechnik) simuliert werden.
Die
in diesem Arbeitsschwerpunkt entwickelten Demonstratoren sollen
beispielhaft veranschaulichen, wie in virtuellen Funktionstests die
Sicherheit und Zuverlässigkeit zu entwickelnder eingebetteter Systeme
bewertet und optimiert werden können. Weiterhin sollen auch multimodale
Interaktionsparadigmen, die bei akuter Bedrohung und Gefährdung Einfluss
auf die Schadenausbreitung durch Schadcode nehmen können, entwickelt
werden.
Projektdauer
Januar 2011 - September 2013
Ansprechpartner
- Prof. Dr. Jana Dittmann (AMSL, Homepage)
- Jana Fruth (AMSL, Homepage)
- Janet Feigenspan (AG Datenbanken, Homepage)
Links
ViERforES-Website: http://www.vierfores.de/