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 Forschungsziele und Vorgehen

UNIVERSITÄT MAGDEBURG UND FACHHOCHSCHULE BRANDENBURG FORSCHEN LÄNDERÜBERGREIFEND AN TATORTEN
BMBF fördert einmaliges Pilotprojekt zur kriminalistischen Forensik

Die Otto-von-Guericke Universität Magdeburg (OVGU) und die Fachhochschule Brandenburg (FHB) werden künftig gemeinsam in einem bundeslandübergreifenden Forschungskolleg wissenschaftlichen Nachwuchs auf dem Gebiet der digitalen kriminalistischen Forensik fördern. Die OVGU und FHB setzten sich mit ihrem gemeinsam beantragten Projekt  zur Bekanntmachung „Forschungskooperationen zwischen Fachhochschulen und Universitäten stärken - Wissenschaftlichen Nachwuchs in Forschungskollegs fördern“ aus über 90 Bewerbungen bei der Auswahl durch die Volkswagenstiftung durch und haben nun vom Fachprogramm „Sicherheitsforschung“ die finale Bewilligung erhalten. Das BMBF fördert das Kooperationsprojekt finanziell mit ca. 2 Mio. Euro über drei Jahre.

In dem so genannten „Digi-Dak+ Forschungskolleg“ werden unter dem Motto „Fördern und Qualifizieren durch Forschen“  Wissenschaftler an Themen aus der digitalen kriminalistischen Forensik von der digitalen Fingerspur (digitale Daktyloskopie) über Mikrospuren und Waffen, bis hin zum Schloss mit optischen 3D-Oberflächensensoren erforscht.

Durch die geplante Kollegstruktur mit Tandembetreuung durch Professoren beider Hochschulen hat das Forschungskolleg Pilotcharakter für gemeinschaftliche Promotionen. Diese Struktur soll über den Förderzeitraum hinaus durch Integration in das interdisziplinäre Hochschulzentrum „Center for Digital Engineering“ (CDE) an der Uni Magdeburg sowie durch ein Graduiertenkolleg mit universitärer Promotion als Institut der Fachhochschule Brandenburg nachhaltig Bestand haben. Dadurch wird jungen Wissenschaftlern an beiden Standorten eine anspruchsvolle Forschungslandschaft mit Promotionskooperationgeboten.

Das Forschungskolleg ist in seiner Struktur nicht nur einmalig bezüglich der Qualifizierung und Förderung von Nachwuchs, sondern leistet inhaltlich im Bereich der digitalen Mustererkennung und Sicherheit für die digitale kriminalistische Forensik Pionierarbeit. Die Forschungskollegiaten können in einem hochinnovativen Forschungsumfeld hochwertige, optische 3D-Oberflächenmesstechnik auf forensische Spuren anwenden und erforschen.

Die  verschiedenen Spurenarten können somit erstmalig kontaktlos ohne Zerstörung oder vorherige Behandlung mit einer Auflösung von bis zu 2µm (1µm = 1 Millionstel Meter)  in Länge und Breite sowie bis zu 6nm (1nm = 1 Milliardstel Meter) in der Höhe erfasst, gesichert sowie untersucht und detailliert analysiert werden. Dadurch sind neuartige Erkenntnisse bei der Untersuchung von Tatorten und darauf aufbauend zukünftig neue Vorgehensweisen zu erwarten, die zu verbesserten Aufklärungsraten in der Kriminalistik führen.
Aufbauend auf der bestehenden Kooperation zwischen beiden Hochschulen sind die leitenden Ansprechpartner für Promotionsinhalte Prof. Dr.-Ing. Jana Dittmann (Otto-von-Guericke Universität Magdeburg, Verbundkoordination) und Prof. Dr.-Ing. Claus Vielhauer (Fachhochschule Brandenburg) und leitende Ansprechpartner für die Promotionsorganisation Prof. Dr. Gunter Saake (Otto-von-Guericke Universität Magdeburg) und Prof. Dr. Arno Fischer (Fachhochschule Brandenburg). 

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