FINANTIA – FINANzkriminalitäT: MethodIsche Analyse von Bedrohungsszenarien für moderne Karten- und App-basierte Zahlungssystem


Beschreibung des Projekts


OVGU-Teilvorhaben: Verbesserung des Verständnisses von Bedeutung und Wirkungsweise neuartiger Zahlungsvorgänge und zugehöriger Bedrohungen (FINANTIA_OVGU) - FKZ 13N15297

Es wird immer beliebter, online mit Hilfe von Apps oder Bankkarten zu bezahlen. Neue Richtlinien ermöglichen es Drittanbietern, den Zahlungsverkehr zwischen Bank und Händler zu organisieren und abzuwickeln. Diese Anbieter nutzen häufig eigene Technologien und Verfahren, was zu neuen Missbrauchspotentialen führt. Neue Formen organisierter Finanzkriminalität können zur Finanzierung weiterer krimineller Aktivitäten genutzt werden und sind eine Bedrohung für die Volkswirtschaft.

Ziele und Vorgehen

Im Projekt FINANTIA werden Missbrauchspotentiale analysiert, die sich durch neue Technologien, Verfahren und Akteure im Bereich von app­ und kartenbasierten Zahlungssystemen ergeben. Technik­ und Software­komponenten werden im Detail auf Schwachstellen untersucht. Dabei werden auch Erkenntnisse von Ermittlungsbehörden berücksichtigt. Wissenschaftler, Anbieter von Zahlungssystemen und Ermittlungsbe­hörden arbeiten zusammen, um mögliche Schwachstel­len und Tathergänge systematisch zu erfassen. Daraus werden präventive Maßnahmen abgeleitet und die polizeiliche Aufklärung unterstützt. Parallel erfolgt eine Erhebung zum Umgang der Bevölkerung mit Online­zahlungen, um Wissen über das Risikobewusstsein zu erlangen.

Zahlungsdienstleister können ihre Sicherheitsvorkeh­rungen neu konzipieren, um die Bevölkerung bei Zahlungen mit Karte oder App besser zu schützen. Im Schadensfall unterstützen aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse die Polizei bei Ermittlungen. So wird der Onlinezahlungsverkehr erheblich sicherer und der Aufbau von kriminellen Finanzstrukturen nachhaltig erschwert.

Projektlaufzeit

01.07.2020 - 30.06.2023

Projektpartner

  • Bundeskriminalamt, Wiesbaden
  • Diebold Nixdorf Systems GmbH, Paderborn
  • Hochschule für den öffentlichen Dienst in Bayern, Fürstenfeldbruck

Assoziierte Partner

  • Deutsche Bundesbank, Frankfurt am Main
  • Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, München
  • Bayrisches Landeskriminalamt, München
  • Erste Bank der österreichischen Sparkassen AG, Wien (AT)
  • Paymant Services Austria GmbH, Wien (AT)

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Letzte Änderung: 19.11.2020

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